Die Bienen in Schutz nehmen. Zeichen setzen. Ein Beitrag aus der Kunst

Die Bienen in Schutz nehmen. Zeichen setzen. Ein Beitrag aus der Kunst
Die Volkskunst der Figurenbeuten gab es schon vor 300 Jahren, in weiten Teilen des mittleren Osteuropas. Sie wurden in den imkerlichen Gärten aufgestellt, um Honigdiebe zu vertreiben. Heute brauchen die Bienen selbst unseren Schutz. Ich schnitze aus dicken Eichenstämmen, vor Ort, für Land und Leute, Figurenbeuten. Mit einem praktischen Beutensystem ausgerüstet für Jedermann, der mit Bienen kann. Werkstatt für Figurenbeuten; dort, wo Bienen leben.

Hier finden Sie alles zum Thema Bienen und Figurenbeuten

Mittwoch, 5. Mai 2010

9.Tag Buddha, der Besuch

Hallo aus Buchschwabach. Der Regen hat mich noch nicht vertrieben. Trotz 13° und starkem Wind fliegen die Bienen. Stark!! Eine ist auf dem Kopf des Buddha gelandet und putzt sich die Hinterbeine. Eine andere ruht sich auf dem stark riechenden Eichenholz aus. Es ist sicher noch eine Winterbiene, ihre Flügel sind aufgearbeitet.
Schicht um Schicht ringe ich dem Baumstamm ab. Der Kern liegt genau an der Nasenwurzel. Bald muss ich den Innenraum von hinten aufreissen, um die Spannungen im Holz zu verlagern. Der Kern zerreisst mir das ganze Gesicht, wenn ich nicht bald die Türe schneide und aushöhle.
Bis bald
Eure Schnitzerin für Bienen

Dienstag, 4. Mai 2010

8.Tag Buddha,+ Kundengespräch



Vormittags, Kundengespräch am Dachsberg. Mein Kollege der Biber, am Fuße des Berges arbeitet schon einmal vor.

Nachmittags Zwiegespräch mit meinem Buddha. Enthüllungsakte. Der Regen setzt dem frohen Schaffen ein Ende. Wenn schon nicht schubkarrenweise Späne, so doch immerhin 2 Tank Bio-Kettenöl. Na denn, einen schönen Feierabend. Eure Schnitzerin.

Montag, 3. Mai 2010

weil es so schön ist

Weil es so schön ist. Hier der Zimmermann nach seiner Verjüngungskur (wie schon letzte Woche berichtet, s. im Archiv links). Vier Figurenbeuten stehen zur Restaurierung an:

  • Das Huckepackpaar vor dem Förderzentrum in Kitzingen
  • Der Ambrosius bei Saarbrücken
  • Das Schwiegerelternpaar in Passau
  • Und der Loahner in Frommenhausen Alle Figurenbeuten sind unter www.figurenbeute.de zu sehen

7. Tag, lachender Buddha. Enthüllungskünstler

Verregneter Tag in Buchschwabach. Bloody Monday, sozusagen. Ich bin kaputt. Trotzdem quäle ich mich an die Motorsäge. Der Buddha muß weiter getrieben werden. Jetzt im Mai schwärmen die Bienen, da würde ich ihn am liebsten schon besetzen.
Mehr denn je, werde ich an den häufigen Kommentar meiner Zuschauer erinnert. "Die Figur steckt schon drin, sie muß nur noch herausgeholt werden" (soll wohl Rodin behauptet haben). Bisher war mir diese Behauptung arg unsympathisch. Quäle ich mich allzu oft, bei der Formfindung. Beim Buddha geht es mir anders. Schicht für Schicht trage ich ab. Ich spüre genau, wo der nächste Schnitt sitzt, so als ob er nur noch freigelegt werden müsste. Wollen wir Rodin, hier posthum Recht geben.