Die Bienen in Schutz nehmen. Zeichen setzen. Ein Beitrag aus der Kunst

Die Bienen in Schutz nehmen. Zeichen setzen. Ein Beitrag aus der Kunst
Die Volkskunst der Figurenbeuten gab es schon vor 300 Jahren, in weiten Teilen des mittleren Osteuropas. Sie wurden in den imkerlichen Gärten aufgestellt, um Honigdiebe zu vertreiben. Heute brauchen die Bienen selbst unseren Schutz. Ich schnitze aus dicken Eichenstämmen, vor Ort, für Land und Leute, Figurenbeuten. Mit einem praktischen Beutensystem ausgerüstet für Jedermann, der mit Bienen kann. Werkstatt für Figurenbeuten; dort, wo Bienen leben.

Hier finden Sie alles zum Thema Bienen und Figurenbeuten

Freitag, 9. September 2011

Die Vorfahrin der Kuh Ivonne, oder wie die Kuh auf die Wiese kam? Bugonie heute

In Zeiten, da wir Kuh Ivonne einfangen fällt mir ein Projekt im Allgäu ein, dort wo schon von jeher  Milch und Honig fließt:
Die Kuh für Bienen.
Ähnlich widerspenstig wurde sie kurzerhand von einem Frontlader abgeschleppt und auf die Wiese gebracht.
Als Oberbehandlungsbeute konzepiert entläßt sie die Bienen aus den Nüstern.
Dort liegt sie nun, alleine zwar, denn der Kuhstall des Bauern ist schon längst zum Wohnhaus umgebaut. Aber er hat ihr einen schönen Unterstand mit Alpenpanorama gebaut.

Warum eine Kuh als Bienenhaus?
Der Entstehungsmythos der Biene erzählt, daß die Bienen aus einem Stieras entstiegen waren. So erklärten sich die Menschen der Antike, wie die Biene in die Welt kam. Das nennt man dann:
Bugonie
Wissenswertes aus der Werkstatt für Figurenbeuten
Birgit Maria Jönsson

Donnerstag, 8. September 2011

Ins Archiv geschaut; Heute III Figurenbeute: Drohender Bär

Die Figurenbeute vom Drohenden Bär ist ein Auftrag von dem Zeidelmuseum Nürnberg/Feucht gewesen. Ziel des Museums ist es, die Tradition der Figurenbeuten darzustellen. Der Drohende Bär ist dazu ein passendes Beispiel, da uns auch aus dem Barock, Figurenbeuten als Bären überliefert sind, zu finden z.B. im Schloß Blankenhain/Crimmitschau. Sein Flugloch hat der Bär in der Schnautze. Leider wurde er nie mit Bienen belebt.
Werkstatt für Figurenbeuten, Spurensuche

Ins Archiv geschaut; Heute II Figurenbeute: Hagen


Das ist die Figurenbeute Hagen von Tronje. Er trägt Siegfried Heim ins Land der Burgunder, so steht es zumindest in der Nibelungensage. Der nackte Hagen, trägt den getöteten Siegfried über die Schulter gelegt. Es ist der Speer zu sehen, mit den er ihn an der einzig verwundbaren Stelle getötet hat. Dort ist auch das Ein- und Ausflugsloch der Bienen. Entstanden ist die Figurenbeute, ein Auftrag des Imkers Klaus Maresch auf dem Nürnberger Opernplatz, parallel zu den Aufführungen der Wallküre.
Werkstatt für Figurenbeuten, Spurensuche

Ins Archiv geschaut; Heute Figurenbeute: Savili die Samoanerin

Savili die Samoanerin  steht in der Eifel, nahe Neroth beim Berufsimker Tomas Körsten. Er hatte seinen Imkermeister auf Samoa gemacht und dort sein Herz verloren, an Savili. Hier kommt ein Schwarm aus heiterem Himmel, an einem Pfingstsonntag, gerade als die Leute in die Kirche gehen. Der Imker hofft, daß die Bienen zu Gottesdienstende eingezogen sind; so war es dann auch. Etwas später zieht der Imker Waben zur Durchschau aus dem Korb, den Savili auf dem Kopf trägt. Ein schöner Auftrag. Flugloch, bzw. Treffpunkt in der Haarblume.
Werkstatt für Figurenbeuten, auf Spurensuche 

Figurenbeute, Schlafende Wächterin

Durch die Glasscheibe sehe ich meinen letzten Schwarm in diesem Jahr. Er kommt aus der Figurenbeute Marilyn Monroe. Auf YouTube, unter Schwarmintelligenz ist ein kurzer Film von seinem Einzug zu sehen. Da sitzt er nun schön aufgereiht auf 9 Waben und geht der Winterruhe entgegen.
Werkstatt für Figurenbeuten

Sonntag, 4. September 2011

Ins Archiv geschaut; Heute II: Herzogin Eléonore d'Olbreuse

Französischer Garten, Niedersächsisches Landesinstitut für Bienenkunde, Celle.
Institutsleiter Werner von der Ohe legt beherzt die Hand auf die Vorfahrin. Das wilde Welfenroß will davon springen, aber die Herzogin hält es locker am Zügel. Diese Doppelfigur schnitzte ich vor Ort an einem Wendepunkt des Bienen-Gartens. Wer einen Besuch in Celle plant, sollte sich diesen Garten Eden nicht entgehen lassen.
Werkstatt für Figurenbeuten
auf Spurensuche
Birgit Maria Jönsson

Ins Archiv geschaut; Heute: der Bremer Roland

Der Bremer Roland war ein Auftrag von Frau Dr. Dorothea Brückner, Biologin der Forschungsstelle für Bienenkunde, der Universität Bremen.
Er wird von ihr betreut und es sind Führungen zu ihm in den Bremer Stadtwald buchbar. Den Roland für Bienen habe ich zur 600 Jahrfeier der 10m hohen Steinskulptur auf dem Bremer Markplatz vor Ort im Bürgerpark geschnitzt. Auf seinem Baldachin steht „Versuchs doch nur“. Diese vergoldete Aufruf ist der Beginn eines Schriftbandes, welches sich im Rücken der Figur um den Eichenstamm, aus dem Stadtwald wickelt. In erhabenen Lettern habe ich hier einen Auszug aus der Emma-Sage wiedergegeben, die direkt mit der Geschichte des Bürgerparkes in Verbindung stehet.
Werkstatt für Figurenbeuten
Birgit Maria Jönsson
Nürnberg