Die Bienen in Schutz nehmen. Zeichen setzen. Ein Beitrag aus der Kunst

Die Bienen in Schutz nehmen. Zeichen setzen. Ein Beitrag aus der Kunst
Die Volkskunst der Figurenbeuten gab es schon vor 300 Jahren, in weiten Teilen des mittleren Osteuropas. Sie wurden in den imkerlichen Gärten aufgestellt, um Honigdiebe zu vertreiben. Heute brauchen die Bienen selbst unseren Schutz. Ich schnitze aus dicken Eichenstämmen, vor Ort, für Land und Leute, Figurenbeuten. Mit einem praktischen Beutensystem ausgerüstet für Jedermann, der mit Bienen kann. Werkstatt für Figurenbeuten; dort, wo Bienen leben.

Hier finden Sie alles zum Thema Bienen und Figurenbeuten

Montag, 12. Dezember 2016

Der Kuss nach Rodin für Bienen, Tonmodell

Die ersten Schnitte im Eichenstamm. Das rohe Kernholz steht vor mir. Nun müssen die Formen vom Tonmodell 1:10 übertragen werden. Die Beute für die Bienen sitzt im dicksten Teil des Stammes. Von dort schrauben sich die zwei Figuren, Paolo und Francesca umschlugen in die Höhe. Die Krönung der Bienenbeute bildet der Akt im Kuss, oder nahe dem Kuss vereint. Ursprünglich für das Höllentor entworfen erfreute sich die Figurengruppe im 19. Jahrhundert einer Beliebtheit, die nicht aus dem Gedanken Sünde entsprang, sondern der verbotenen Lust. Ein Spagat zwischen Kunst und Gebrauch, zwischen Rodin's Kuss und dem Kuss für Bienen nimmt seinen Anfang. Auch der Bienenschwarm schraubt sich spiralförmig von der Beute beim Auszug in die Luft. Viel Luft umspielte die Werke Rodin's, Luft in Bronze oder Marmor, hier ist Luft in einen Eichenstamm zu bekommen. Ein Experiment!